Die Entdeckung, über die in der aktuellen Ausgabe von Scientific Reports berichtet wird, wurde von einem Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Ramakrishna Mukkamala, MSU-Professor für Elektro- und Computertechnik, gemacht.

„Indem wir optische und Kraftsensoren nutzen, die bereits in Smartphones vorhanden sind, um ‚Selfies‘ zu machen und ‚Peek and Pop‘ zu verwenden, haben wir ein praktisches Instrument zur Überwachung des Blutdrucks erfunden“, sagte er. „Eine solche allgegenwärtige Blutdrucküberwachung kann das Bewusstsein für Bluthochdruck und die Kontrollraten verbessern und so dazu beitragen, die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Sterblichkeit zu verringern.“

In einer Veröffentlichung in Science Translational Medicine Anfang dieses Jahres hatte Mukkamalas Team das Konzept mit der Erfindung einer Blutdruck-App und Hardware vorgeschlagen. Mit der Kombination aus einem Smartphone und zusätzlichen optischen und Kraftsensoren stellte das Team ein Gerät her, das mit Armmanschettenmessungen, dem Standard in den meisten medizinischen Einrichtungen, konkurrieren konnte.

Mit den Fortschritten bei Smartphones werden die zusätzlichen optischen und Kraftsensoren möglicherweise nicht mehr benötigt. Die Peek-and-Pop-Funktion, mit der Nutzer Funktionen und Apps durch einfaches Drücken ihres Fingers öffnen können, ist jetzt Standard bei vielen iPhones und in einigen Android-Modellen enthalten.

Wenn die Dinge weiterhin so schnell voranschreiten, könnte eine App Ende 2019 verfügbar sein, fügte Mukkamala hinzu.

„Wie unser ursprüngliches Gerät muss die Anwendung noch in einem standardmäßigen Zulassungstest validiert werden“, sagte er. „Aber da keine zusätzliche Hardware benötigt wird, glauben wir, dass die App die Gesellschaft schneller erreichen könnte.“

International könnte diese App eine entscheidende Rolle spielen. Bluthochdruck ist zwar durch eine Änderung des Lebensstils und die Einnahme von Medikamenten behandelbar, aber nur etwa 20 Prozent der Menschen mit Bluthochdruck haben ihren Zustand unter Kontrolle. Diese Erfindung bietet den Patienten eine bequeme Option, und das Führen eines Protokolls der täglichen Messungen würde einen genauen Durchschnittswert ergeben, fügte Mukkamala hinzu.

Anand Chandrasekhar, Keerthana Natarajan, Mohammad Yavarimanesh – allesamt Doktoranden der Elektrotechnik und Computertechnik – haben zu dieser Forschung beigetragen.

Diese Forschung wurde teilweise von den National Institutes of Health finanziert.

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