Personen, die ihr Leben als „stressig“ bewerteten oder über aufdringliche negative Gedanken berichteten, hatten eine signifikante Verringerung der natürlichen Killerzellen – deren Aufgabe es ist, virus- und tumorinfizierte Zellen anzuvisieren und zu eliminieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Einstellung einer Person gegenüber einem Stressor ein Faktor für die Immunreaktion sein kann. Aber zunächst sollten wir uns alle einen Moment Zeit nehmen, um unser Immunsystem zu betrachten und zu rufen: Et tu, Brute? Wenn es uns schlecht geht und wir verzweifelt alle unsere Zellen brauchen, um uns zu sammeln, steht das Immunsystem an der Seitenlinie und wartet darauf, von unserem Spielbuch zu hören. Es gibt immer eine gute Nachricht, die in die schlechte Nachricht verpackt ist. Da fast jeder Stress von Ihnen selbst angegeben wird, haben Sie die Kontrolle darüber, was Ihr Immunsystem hört. Noch einmal: Ist Ihr Glas halb leer oder halb voll? Es ist kein Wunder, dass die Selbstliebe-Bewegung mit positivem Selbstgespräch führt. Wenn die Moleküle in Ihrem Immunsystem auf Ihre Gedankenmuster reagieren, ist es in der Tat an der Zeit, die Praxis der positiven Selbstgespräche ganz oben auf unsere To-Do-Listen zu setzen.

Studie 2: Positives Denken reduziert Ängste. Visualisierungen und positive Selbstgespräche reduzieren negatives Denken und aufdringliche Gedanken.

In dieser Studie arbeiteten Forscher des Kings College in London mit 102 Probanden, bei denen eine generalisierte Angststörung diagnostiziert wurde, um festzustellen, ob positive Visualisierung aufdringliche negative Gedanken verdrängen kann.

Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip drei Interventionen zugewiesen: (i) Übung im Erzeugen von mentalen Bildern positiver Ergebnisse zu besorgniserregenden Themen; (ii) Übung im Erzeugen von verbalen Beschreibungen positiver, besorgniserregender Ergebnisse; oder (iii) Übung im Erzeugen positiver Bilder, die nichts mit aktuellen Sorgen zu tun haben.

Das wichtigste Ergebnis war, dass alle drei Gruppen eine signifikante Verringerung negativer Intrusionen aufwiesen, wobei ein unbedeutender Unterschied zwischen den drei Gruppen berichtet wurde. Alle Teilnehmer berichteten über weniger Sorgen und Ängste. Es scheint also, dass das Ersetzen des üblichen verbalen Sorgenflusses durch eine alternative positive Vorstellung der Faktor hinter den beobachteten Veränderungen war.

Schlüsselergebnis: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass jede Form von positivem Denken besser ist, als negative Gedanken Amok laufen zu lassen. Dies ist insofern von entscheidender Bedeutung, als starke, negative Emotionen stundenlang, manchmal sogar tagelang anhalten können und unseren Körper in einen erhöhten chemischen Zustand versetzen. Untersuchungen haben ergeben, dass Angst eine Emotion ist, die bis zu vier Stunden anhalten kann. Andererseits hat sich gezeigt, dass das anhaltende Denken an ein positives Ereignis die Gefühle der Freude verlängert, die bis zu sechs Stunden anhalten können. Da das Unterbewusstsein nicht unterscheiden kann, was real und was imaginär ist, könnte die Visualisierung positiver Ereignisse das wissenschaftliche Äquivalent einer magischen Kugel sein, die gleichzeitig Sorgen verringert und Freude steigert.

Studie 3: Positive Menschen sind glücklicher und neigen weniger zu ungesundem Verhalten. Glück fördert den Erfolg in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Beziehungen.

In dieser Arbeit wurden Studien mit über 275 000 Menschen untersucht, um festzustellen, ob Glück den Erfolg bedingt oder umgekehrt. Auf den ersten Blick klingt das wie eine Henne-Ei-Situation, aber eine Reihe von Längsschnittdaten später liefern die Forscher die Antwort auf diese Frage.

In einer Studie mit etwa 5.000 Menschen wurde Glück mit einer vergleichsweise besseren Gesundheit in Verbindung gebracht, gemessen an selbstberichteten Gesundheitsproblemen, wie z. B. versäumten Arbeitstagen aufgrund von Krankheit und Krankenhausaufenthalten, 5 Jahre später.

Studien ergaben, dass glückliche Menschen weniger wahrscheinlich schädliche Verhaltensweisen wie Rauchen, ungesunde Ernährung und Drogenmissbrauch zeigen. Begrenzte Daten deuten auch darauf hin, dass kurzfristige positive Emotionen das Ausmaß beeinflussen können, in dem sich eine Person suboptimalen Verhaltensweisen zuwendet. So wurde beispielsweise ein geringerer Zigaretten- und Alkoholkonsum mit einer glücklichen Stimmung in Verbindung gebracht.

Positive Stimmungen spielen eine Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Eine Studie sagte ein geringeres Auftreten von Schlaganfällen 6 Jahre später und von Sportverletzungen während einer Hockeysaison voraus. Optimismus – ein verwandtes Konstrukt – wurde auch mit einer geringeren Inzidenz von Herzkrankheiten 10 Jahre später, mit einer höheren Lebensqualität, einer besseren körperlichen Erholung und einer schnelleren Rückkehr zum Verhalten vor der Operation 6 Monate nach der Herzoperation und mit einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten 8 Monate nach der Operation in Verbindung gebracht.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Ergebnisse dieser Untersuchung stützen die „Aufbauhypothese“, die besagt, dass positive Emotionen den Menschen im Laufe der Zeit in die Lage versetzen, persönliches soziales, physisches und intellektuelles Kapital aufzubauen. Positives Denken ermöglicht es Ihnen, positive Emotionen wie Glück, Freude, Belastbarkeit und Zufriedenheit zu entwickeln. Diese wiederum erleichtern es Ihnen, eine positive Lebenseinstellung zu haben. Menschen mit einer positiven Einstellung neigen dazu, mit anderen Menschen und mit den Herausforderungen des Lebens positiv umzugehen. Infolgedessen ist es wahrscheinlicher, dass positive Menschen günstige Lebensumstände erwerben – einschließlich Gesundheit und Wohlstand. Die Ergebnisse dieser Forschung schreien geradezu nach LAW OF ATTRACTION. Aber bevor Sie googeln, schauen Sie sich den nächsten Artikel an, in dem ich wissenschaftlich fundierte Selbstfürsorgepraktiken vorstelle, die Ihnen helfen, wenn Sie gestresst sind.

Ursprünglich veröffentlicht auf www.vibrantwoman.co.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.