Gesichter der Harlem Renaissance

Edward Kennedy „Duke“ Ellington

1899-1974 / Komponist, Musiker, Bandleader

Nachdem er sich in den 1920er Jahren in seiner Heimatstadt Washington, D.C., einen Namen als Jazzmusiker gemacht hatte, machte sich Edward „Duke“ Kennedy Ellington auf den Weg in die große Zeit – New York City. Nach einem holprigen Start erhielt er einen Auftritt im Kentucky Club am Broadway. Dort spielte er mit seinem Orchester die nächsten vier Jahre.

Im Jahr 1927 erhielt Ellingtons Orchester einen Job als Hausband im rassentrennenden Cotton Club. Ellington nahm Musiker mit einer ausgeprägten Technik in sein Orchester auf und hob sie in seinen Kompositionen hervor.

Sein „Concerto for Cootie“ – benannt zu Ehren des Trompeters Charles „Cootie“ Williams – war die erste Jazzkomposition in Form eines Konzerts (ein dreisätziges Musikstück für ein oder mehrere Soloinstrumente und ein Orchester). Ellington hörte nicht auf, mit musikalischen Konventionen zu brechen; er erfand auch seine eigene harmonische Sprache.

Als das Land im Oktober 1929 in der Großen Depression versank, hatten viele Bandleader Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Ellington nicht; er blühte auf. In den 1930er Jahren geriet er in einen musikalischen und gesellschaftlichen Wirbelwind: Er ging auf Tournee, spielte in Broadway-Shows und wirkte in Filmen wie Symphony in Black: A Rhapsody of Negro Life und Radiosendungen überwand Duke Ellington einige lange bestehende Rassenschranken, indem er in Theatern und Hotels auftrat, die Schwarzen bis dahin verwehrt gewesen waren. Dieser bahnbrechende Stil kennzeichnete seine lebenslange Karriere.

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