Kommunizieren ohne ein Wort zu sagen

Wir mögen die primäre Form der Kommunikation darin sehen, verbal miteinander zu sprechen, aber wir sprechen fast genauso oft und effektiv durch nonverbale Kommunikation: Körpersprache. Die Art und Weise, wie wir uns auf unseren Stühlen zusammenkauern, mit den Schultern zucken oder mit den Augen rollen, sind alles Formen der Kommunikation, und zwar der negativen. Zu den positiven Beispielen gehören der direkte Augenkontakt, das Anlehnen an einen Händedruck und das Ausstrecken der Arme. Diese negativen und positiven Formen der Körpersprache vermitteln alle etwas anderes. Schauen wir uns einige dieser nonverbalen Kommunikationsmittel an:

  • Verschränkte Arme: Ich denke, wir alle wissen, was diese Form der Körpersprache aussagt. In der Regel bedeutet es, dass sich die Person unwohl fühlt – vielleicht ist sie mit dem Gesprächspartner nicht einverstanden oder fühlt sich defensiv. Wie auch immer, das Verschränken der Arme kann definitiv Negativität vermitteln.
  • Nägelkauen: Nägelkauen drückt ebenfalls eine negative Stimmung aus. Es kann darauf zurückgeführt werden, dass sich die Person gestresst, nervös oder unsicher fühlt. Viele Menschen haben die Angewohnheit, sich die Nägel zu kauen und bemerken es nicht einmal, wenn sie es tun.
  • Klopfen mit Fingern und Füßen: Eine Person, die wiederholt mit den Fingern oder Füßen klopft, kann auch nervös sein. Es kann auch bedeuten, dass die Person ungeduldig ist oder des Wartens müde wird.
  • Der Kopf ist geneigt: Ein geneigter Kopf ist typisch für jemanden, der tief in Gedanken versunken oder interessiert ist. Zum Beispiel neigen Hunde oft ihren Kopf zur Seite, wenn ihr Besitzer mit ihnen spricht – sie versuchen ihr Bestes, um zu verstehen, was mit ihnen kommuniziert wird.
  • Hände aneinander reiben: Wir reiben unsere Hände oft aus Aufregung kräftig aneinander. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ein leckeres Essen serviert oder planen einen lustigen Abend mit Ihren Freunden.
  • Ziehen am Ohr: Interessanterweise ziehen wir oft an den Ohrläppchen, wenn uns eine Entscheidung schwerfällt. Daher ist diese Bewegung typisch für Unentschlossenheit.
  • Offene Handflächen: Offene Handflächen sind ebenfalls ein Zeichen für Offenheit und Ehrlichkeit. Sie kann auch ein Zeichen von Aufrichtigkeit oder Unschuld sein. Manche öffnen ihre Handflächen in der Kirche während des Gottesdienstes, um Unterwerfung zu demonstrieren.
  • Kopf in den Händen: Den Kopf in die Hände zu legen, kann verschiedene Botschaften vermitteln. Es kann zeigen, dass du dich einfach nur langweilst oder müde bist, oder es könnte jemanden davon überzeugen, dass du dich über etwas aufregst.
  • Reiben oder Streicheln des Kinns. Ähnlich wie das Ziehen an den Ohren geschieht das Streicheln des Kinns oder des Bartes, wenn wir versuchen, eine Entscheidung zu treffen, und es geschieht unabsichtlich oder unbemerkt.

Wenig bekannte Fakten über die Körpersprache

Während viele von uns nicht wissen oder nicht darüber nachdenken, was wir im Moment kommunizieren, sind wir uns bewusst, dass unsere Körpersprache einen Einfluss auf unsere Gespräche und Beziehungen hat. Hier sind jedoch ein paar Fakten über die Körpersprache, die viele nicht kennen:

1. Das Lesen der Körpersprache erfordert emotionale und soziale Intelligenz.
Wie sich herausstellt, ist das Lesen der Körpersprache dem Lesen von Emotionen ähnlich. Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie sofort erkennen konnten, dass Ihr Freund verärgert war, aber alle anderen dies nicht zu bemerken schienen? Das ist auf die emotionale Intelligenz zurückzuführen. Auf der einen Seite können Menschen Sprache leicht lesen und soziale Signale verstehen, auf der anderen Seite nehmen sie diese Signale nicht wahr.

2. Die Kultur macht einen Unterschied.
Während die meisten Gesichtsausdrücke auf der ganzen Welt universell sind (Ausdruck von Freude, Aufregung, Angst usw.), sind andere nonverbale Verhaltensweisen sehr kulturspezifisch. So ist zum Beispiel das Herstellen von Augenkontakt in den Vereinigten Staaten eine respektvolle Praxis, kann aber in anderen Ländern, insbesondere im Nahen Osten, unhöflich oder respektlos sein.

3. Niemand kann Körpersprache zu 100 % richtig interpretieren.
Obwohl Körperbewegungen sicherlich verschiedene Stimmungen und Bedeutungen vermitteln können, sind diese Interpretationen nie zu 100 % korrekt. Wir haben einige Beispiele für Körpersprache besprochen, die eine Vielzahl von Emotionen vermitteln können, wie zum Beispiel den Kopf in die Hände zu legen. Das könnte bedeuten, dass Sie müde sind und sich einfach nur ausruhen wollen, oder es könnte den Eindruck erwecken, dass Sie über etwas verärgert sind. Wenn es also mehrere Erklärungen gibt, woher wissen wir dann, welche davon richtig ist? Wir wissen es nicht. Wir können Vermutungen anstellen, aber wir können uns nicht sicher sein.

4. Du kannst die Körpersprache deiner Liebsten besser lesen als jeder andere.
Das macht Sinn. Du verbringst die meiste Zeit mit diesen Menschen und kennst sie schon sehr lange; deshalb fällt es dir leicht zu erkennen, wann sie gut oder schlecht gelaunt sind, wann sie von Emotionen geplagt sind und wann ihre Körpersprache tatsächlich ihre Gefühle ausdrückt.

5. Es ist unbewusst.
Wir merken normalerweise nicht, wenn wir nonverbale Kommunikation betreiben, weder als Sender noch als Empfänger. Wir denken nicht zuerst: „Okay, ich werde an meinem Ohr zupfen, damit jemand weiß, dass ich eine wichtige Entscheidung treffe.“ Und wir machen uns auch nicht die Mühe, die Körpersprache eines Menschen zu analysieren – wir tun es einfach. Sie haben zum Beispiel das Gefühl, dass Sie das Vorstellungsgespräch gut gemeistert haben, aber ein paar Tage später erfahren Sie, dass Sie die Stelle nicht bekommen haben. Das könnte an einer nervösen oder verschlossenen Körpersprache liegen, von der Sie nicht wussten, dass Sie sie mit dem Gesprächspartner kommunizieren.

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