Die Westindische Seekuh gehört zur wissenschaftlichen Ordnung Sirenia und die Florida-Seekuh ist eine Unterart der Westindischen Seekuh. Andere Sirenia sind die Amazonas-Seekuh, der Dugong, die Stellersche Seekuh (ausgestorben) und die Westafrikanische Seekuh. Die nachstehende Karte zeigt das Verbreitungsgebiet der einzelnen Sirenenarten, und eine Beschreibung der einzelnen Arten findet sich weiter unten.

Diese Karte zeigt das Verbreitungsgebiet der einzelnen Sirenenarten.

Außerhalb Floridas ist nicht viel über die Population der Westindischen Seekühe oder anderer Sirenenarten in der Welt bekannt. Die bei weitem größte Population westindischer Seekühe findet sich in den Vereinigten Staaten, vor allem in Florida. Andernorts sind sie in kleinen Populationen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet zu finden. Alle Sirenenarten der Welt werden von der IUCN – World Conservation Union – als gefährdet oder anfällig eingestuft.

Mitglieder der bestehenden Ordnung Sirenia finden sich in aquatischen Lebensräumen in den Tropen und Subtropen. Sirenia sind die einzigen rein aquatischen Säugetiere, die Pflanzenfresser sind. Aufgrund ihrer pflanzenfressenden Natur sind alle Sirenia in relativ flachen Gewässern zu finden, wo das Sonnenlicht eindringen und das Pflanzenwachstum anregen kann.

Familie: Trichechidae

Westindische Seekuh

Trichechus manatus

Unterarten:
Trichechus manatus latirostris (Florida-Seekuh)
Trichechus manatus manatus (Antillen-Seekuh)

Florida-Seekühe kommen im Südosten der Vereinigten Staaten vor, hauptsächlich in Florida. Antillen-Seekühe kommen in den Küsten- und Binnengewässern Ostmexikos, Mittelamerikas, der Großen Antillen und entlang der nördlichen und östlichen Küste Südamerikas vor. Sowohl Florida- als auch Antillen-Seekühe kommen in Salz-, Süß- oder Brackwasser vor und ernähren sich von Meeres-, Ästuar- und Süßwasservegetation.

Amazonen-Seekuh

Trichechus inunguis

Amazonen-Seekühe kommen in den Gewässern des Amazonas und seiner Nebenflüsse in Südamerika vor. Als kleinstes Mitglied der Familie Trichechidae hat die Amazonas-Seekuh glatte Haut und keine Nägel an den Flossen und ernährt sich von Süßwasserpflanzen.

Westafrikanische Seekuh

Trichechus senegalensis

Die Westafrikanische Seekuh ist der Westindischen Seekuh in Größe und Aussehen sehr ähnlich und lebt in einem ähnlichen Lebensraum. Westafrikanische Seekühe kommen in westafrikanischen Küstengebieten vor, aber es ist nur wenig über diese Art bekannt, da sie nicht umfassend untersucht wurde.

Familie: Dugongidae

Dugong

Dugong dugon

Dugongs sind in der indopazifischen Region der Welt zu finden. Sie haben eine glatte Haut und eine gekerbte Schwanzflosse. Sie ernähren sich von Seegräsern und werden von Menschen gejagt. Dugongs haben Stoßzähne, aber diese Stoßzähne brechen typischerweise nur bei männlichen Tieren aus dem Zahnfleisch heraus und bleiben bei weiblichen Dugongs normalerweise ungebrochen.

Stellersche Seekuh

Hydrodamalis gigas

Einst war die Stellersche Seekuh in den kalten Gewässern der Beringsee zu finden, aber sie wurde innerhalb von 27 Jahren nach ihrer Entdeckung im Jahr 1741 bis zur Ausrottung gejagt. Die Stellersche Seekuh ist die größte bekannte Seekuh und wurde bis zu neun Meter lang und wog etwa vier Tonnen.

Bitte beachten Sie: Die Grafik ist nicht maßstabsgetreu. Alle Bilder © Save the Manatee Club.

Wussten Sie schon?

In der antiken Mythologie war „Sirene“ ein Begriff, der für Monster oder Meeresnymphen verwendet wurde, die Seeleute und ihre Schiffe mit hypnotisierenden Gesängen zu tückischen Felsen und Schiffswracks lockten. Im Laufe der Geschichte dachten die Seeleute manchmal, sie sähen Meerjungfrauen, obwohl es sich in Wirklichkeit um Seekühe oder Dugongs handelte. Mit ein wenig Fantasie haben Seekühe eine verblüffende Ähnlichkeit mit Menschen, die nach langen Monaten auf See nur noch größer werden kann. Tatsächlich könnten Seekühe und Dugongs dazu beigetragen haben, den Mythos der Meerjungfrauen aufrechtzuerhalten.

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